Das Erdogan-Regime greift seit Mittwoch die selbstverwalteten Gebiete von Nordsyrien/Rojava an. Dutzende Menschen wurden bereits getötet, Zehntausende sind auf der Flucht. Die zweitgrößte Nato-Armee, die Armee des türkischen Staates will Rojava auslöschen. Es ist ein Krieg gegen Mensch und Natur, aber auch gegen Ideen und einen demokratischen, feministischen und ökologischen Aufbruch. Es ist ein Krieg gegen uns alle. Gegen alle, die sich einer solidarischen und ökologischen Welt verschrieben haben.

Es liegt jetzt auch an uns, nicht zuzulassen, dass unsere Freund*innen und Mitstreiter*innen in Rojava ermordet werden und ein weiterer Hoffnungsschimmer für eine andere Welt zugrunde geht.

Wir wissen, dass dieser Krieg nicht möglich wäre ohne die Erlaubnis und Unterstützung der Nato und ihrer Mitgliedsstaaten – allen voran der USA und Deutschlands. Wir wissen, dass deutsche Konzerne Erdogan das Material für seinen Krieg liefern, und dass die deutsche Regierung seiner Vernichtungspolitik international wie im eigenen Land den Rücken frei hält. Es ist unsere Aufgabe, dagegen Widerstand zu organisieren. Es ist unsere Aufgabe, wenigstens mittelfristig an einen Punkt zu kommen, an dem wir der Todesmaschinerie auch hier in Deutschland empfindliche Stöße versetzen können.

Für Donnerstag ist bundesweit zum Tag X aufgerufen

Tag x: Kundgebung in München um 18 Uhr am Rotkreuzplatz

Tag x Kundgebung in Memmingen um 18 Uhr am Marktplatz

NO WAR ON NORTHERN SYRIA!

Am Tag X auf die Straße!

Vor sieben Jahren begann in Rojava, eine Revolution die das Leben von Millionen Menschen radikal verändern sollte. Die KurdInnen befreiten sich von der Diktatur des Assad-Regimes und begannen sich selbstverwaltet in Räten, Kommunen und Kooperativen zu organisieren. Insbesondere die autonome Organisierung der Frau wurde zur treibenden Kraft der gesellschaftlichen Revolution. Im Zuge des Kampfes gegen den Islamischen Staat, wuchs ein einzigartiges multiethnisches und multireligiöses Projekt heran, welches heute das friedliche Zusammenleben von Millionen KurdInnen, AraberInnen und ChristInnen gewährleistet. Die Demokratische Föderation Nordostsyriens steht beispielhaft für die Vision eines friedlichen und demokratischen Mittleren Ostens und war deshalb sowohl regionalen Mächten als auch den imperialistischen Staaten immer ein Dorn im Auge.

In den letzten Tagen und Wochen haben die Drohungen gegen die Demokratische Föderation Nordostsyrien eine neue Stufe erreicht. Panzer und schwere Geschütze warten bereits an der Grenze, F16-Kampfjets sind startbereit und die türkische Besatzungsarmee bereitet sich darauf vor die Demokratische Föderation auszulöschen. In ihrem Schlepptau werden zehntausende Mitglieder islamistischer Banden in Rojava und Nordostsyrien einmarschieren. Was das bedeutet, wird uns tagtäglich im von der Türkei besetzten Gebiet Afrin vor Augen geführt: Mord, Vergewaltigung, Folter und Vertreibung der örtlichen Bevölkerung. Ein neuerlicher Krieg würde Syrien und den gesamten Mittleren Osten in ein erneutes Chaos stürzen und hunderttausende Menschen vor den türkischen Truppen und ihren islamistischen Söldnern in die Flucht treiben!

Doch wenn die türkische Regierung und ihre Handlanger erwarten, dass ihre Vernichtungsfantasien Realität werden, haben sie ihre Rechnung ohne den Widerstand der Frauen- und Volksverteidigungseinheiten (YPJ/YPG) und vor allem ohne die Menschen in Nord- und Ostsyrien gemacht. Diejenigen, die durch das Opfer von tausenden Gefallenen und den mutigen Widerstand der Bevölkerung, den Islamischen Staat besiegt haben, werden die selbstverwalteten Gebiete auch gegen einen türkischen Einmarsch verteidigen.

Tragen wir unseren Teil dazu bei und erfüllen unsere Verantwortung in der Verteidigung dieser Revolution!

Die militärische, wirtschaftliche und diplomatische Zusammenarbeit zwischen der Türkei, den USA, der NATO und den europäischen Staaten muss aufgedeckt und politisch angegriffen werden. Keine Unterstützung für Erdogan, sein Regime und seinen Krieg! Keine Waffenlieferung und keine finanzielle oder politische Beihilfe zur türkischen Vernichtungspolitik!

Wenn demokratische Bewegungen beschließen, das Thema auf die Tagesordnung der Medien, auf die Straßen, in die Betriebe, Fabriken und Klassenräume ihrer Ländern zu bringen, dann können wir eine gemeinsame Kraft gegen die Kriegspläne der Türkei entwickeln. Wir müssen einen permanenten politischen Widerstand aufbauen, der in der Lage ist, die Zusammenarbeit mit dem türkischen Faschismus in unseren Ländern zu verhindern.

Sollte es zum Tag X kommen, dem Beginn einer türkischen Invasion: geht auf die Straße, macht Aktionen, besetzt, stört und blockiert! Zeigt den Verantwortlichen in den Regierungsbüros und Firmensitzen was ihr von ihrem Krieg haltet! Gemeinsam können wir den Angriffskrieg der Türkei stoppen! Kein Krieg gegen Nordsyrien!

Die Revolution in Nordostsyrien wird siegen, der Faschismus zerschlagen werden!

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