Umrüsten statt Aufrüsten!

Kategorie
Online-Veranstaltung
Datum
2022-12-12 19:00
Veranstaltungsort
Online

 

Militarisierung konterkariert Klimaziele

Einem neuen Bericht der  „Scientists for Global Responsibility“ (SGR) und „Conflict and Environment Observatory“ CEOBS* zeigt, dass globale Militäraktivitäten für ca. 5, 5, % aller CO-2 Emissionen verantwortlich sind. Dabei sind die Emissionen durch Kriege und den nötigen Wiederaufbau noch nicht berücksichtigt. Leider geht dieser Zusammenhang in der öffentlichen Debatte oft unter, während sich das Zeitfenster für den dringend benötigten Wandel hin zu einer klimagerechten Welt immer schneller schließt.

Klimaschädliches Militär, deren Übungen, die dafür benötigte Waffenindustrie, der Raubbau an der Erde, stattfindende Kriege und das damit verbundene menschliche Leid müssen unbedingt zusammen gedacht werden. So ist die Miltarisierung gleich aus 2 Gründen Fluchtursache: sowohl durch stattfindende Kriege als auch indirekt über die Beschleunigung der Klimakatastrophe.

Die allermeisten Kriege werden um die immer knapper werdenden Ressourcen des Planeten geführt. Fast zwei Drittel aller EU-Militärmissionen dienen der Sicherung fossiler Energieimporte in die EU**. In naher Zukunft werden Verteilungskriege um Wasser, Böden und auch seltene Erden in den Fokus rücken. Dabei sollten die Staaten dringend ressourcenschonend wirtschaften, denn es sind ÜBERALL große Schritte in Richtung Nachhaltigkeit erforderlich! Die Industriestaaten müssen die Investitionen in Klimaschutz forcieren und kanalisieren, um auch präventive Sicherheit zu garantieren. Erneuerbare Energien bringen Wertschöpfung und Wohlstand und vermeiden Ressourcen- und Klimakriege. Sie schaffen ebenso Partizipationschancen und können die Demokratien stärken. In die Energiewende zu investieren heißt auch, in globale Gerechtigkeit zu investieren. Klimaschutz ist das beste Friedensprojekt, das wir derzeit haben – für alle Länder der Welt.

Eine Weichenstellung zu echtem Klimaschutz kann nur garantiert werden, wenn  der CO2-Fußabdruck des Militärs verpflichtend in die Klimarahmenkonvention des UNFCCC mit aufgenommen wird. 

Mit Angelika Claußen und Jan van Aken wollen wir die Zusammenhänge zwischen klimaschädlichen Energien, Militarisierung, Umwelt- und Klimaschäden durch Kriege beleuchten und der Frage nachgehen, wie Frieden und Klimaschutz zusammen gedacht und umgesetzt werden können.

ANMELDUNG: Für die Teilnahme an der  P4F-Online-Veranstaltung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden um den Zugangslink zu erhalten.

Die Teilnahme ist kostenlos. 
 

Programm:

19:00 Uhr Technische Hinweise und Begrüßung

19:05 Uhr Einleitende Beiträge

1. Dr. Angelika Claußen arbeitet als Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und ist Co-Vorsitzende der IPPNW sowie Präsidentin der IPPNW Europa.

  • Was hat die Militarisierung mit den ökologischen Belastungsgrenzen unseres Planeten Erde zu tun?
  • Warum fehlt der militärisch verursachte CO2-Fußabdruck in der Klimaberichterstattung des IPCC?
  • anschließend Verständnisfragen

2. Jan Van Aken arbeitet als Konfliktforscher bei der Rosa Luxemburg Stiftung

  • Welche möglichen Lösungen gibt es für verbrecherische Kriegskonflikte?
  • Wie kann eine künftige Friedensordnung für Europa jetzt noch aussehen?
  • Wie kann die Gewaltspirale durchbrochen werden?

20:00 Uhr Diskussion

21:00 Uhr Ende

Eine gemeinsame Veranstaltung von Parents For Future - AG „Frieden für´s Klima“ mit IPPNW - Deutsche Sektion der Internationalen Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzt*innen in sozialer Verantwortung e.V. und der Rosa-Luxemburg-Stiftung

 
 

Alle Daten

  • 2022-12-12 19:00

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