Revolutionäre 1. Mai Demonstration in Augsburg
Gegen Krieg, Krise und Repression
Zur Sozialistischen Revolution
An der Demonstration die vom Königsplatz in Augsburg startete beteiligten sich ca 600 Aktivist:innen. Der Start verzögerte sich, weil die Polizei mehrmals einschritt, weil Transparente zusammengeknotet waren und weil ihnen die Ordner:innen nicht genehm waren. Anschließend zog die Demonstration durch die Innen- und Altstadt und wurde immer wieder von der Polizei angehalten. Weil z.B. Bengalos sich entzündet hatten.
++ 600 Personen auf Revolutionärer 1. Mai Demo +++ Beteiligung an DGB Demo +++ 100 Personen auf Sponti nach Revolutionärer 1. Mai Demo
Immer mehr Menschen in Deutschland erkennen das Scheitern des Kapitalismus. So wurden auch in diesem Jahr wieder mehr Menschen auf die Straße mobilisiert um an revolutionären 1. Mai Demonstartionen teilzunehmen. Auch in Augsburg ist nach fünf Jahren in Folge die revolutionäre 1. Mai Demo ein fester Bestandteil des Arbeiter:innen-Kampftags.
Bekanntermaßen beginnt die Vorbereitung schon lange vorher. Zusammen mit dem Kommunistischen Aufbau wurde die Mobi und Demo geplant. Gerade bei der Mobilisierung sehen wir Potenzial nach oben. Außerhalb des bekannten Milieus konnten wir nur wenige Menschen erreichen.
Im eigenen Spektrum konnte abseits der sonstigen Teilbereichsarbeit das Gemeinschaftsgefühl durch gemeinsame Basteltreffen weiter gestärkt werden und unser Ziel der sozialistischen Revolution konnte weiter in den Vordergrund gerückt werden.
Am Morgen unseres Kampftags gingen wir, durch gemeinsame T-Shirts gut erkennbar, zur DGB Demo. Die T-Shirts wurden anlässlich des 5-jährigen Jubiläums der Revolutionären 1. Mai Demo gedruckt und in unserem Umfeld verteilt.
Hinter unserem Frontbanner mit der Aufschrift „Arbeiter:innen gegen Krieg“ versammelten sich, wie auch im letzten Jahr, mehrere revolutionäre Gruppen und linke Gewerkschafter*innen zu einem gemeinsamen, antikapitalistischen Block. Eine gute Entwicklung zu den vielen kleinen Einzelblöcken in der Vergangenheit. Als einziger Bereich, der die Kriegsfrage und Aufrüstung thematisierte, erhielten wir deutlich mehr Zuspruch von Kolleg*innen und Aktiven als in den vergangenen Jahren und einige schlossen sich unserem Block an.
Obwohl wir anschließend an das Programm des DGBs auf dem Königsplatz uns für die revolutionäre Demo aufstellten, gelang es uns hier nicht, viele Gewerkschafter:innen zur Teilnahme zu bewegen. Hier wäre durch mehr Mobilisierung auf der DGB-Kundgebung mehr möglich gewesen.
Schon bevor wir uns aufstellen konnten, wollten die Bullen ihre Muskeln spielen lassen und verboten willkürlich unseren Lautsprecherwagen, lehnten mehrere Ordner:innen grundlos ab und akzeptierten unsere Ordner:innen-Binden nicht. Davon ließ sich die Demo nicht beirren und nachdem die Technik auf einen anderen Zieh-Wagen gepackt wurde, gingen die 600 Teilnehmer:innen geschlossen und kämpferisch los.
Dabei lief vorne der revolutionäre Block und hinten der anti-autoritäre Block. Am Rathausplatz wurden, in Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf Konfettikanonen in den Farben der palästinensischen Flagge gezündet. Untermauert wurde die Aktion mit einem Moderationsbeitrag in Solidarität mit Palästina.
Kurze Zeit später wurde in der Jakobervorstadt Pyrotechnik in den Farben der kurdischen Freiheitsbewegung verwendet, dabei wurden die verbotene Flagge der PKK, sowie der RAF gezeigt. In Solidarität mit Daniela Klette gab es auch während der gesamten Demo einen Daniela Klette Doppelhalter.
Am Jakobertor gab es eine Zwischenkundgebung mit Reden von uns, dem KA, den KF und der MLPD. Ein gemeinsamer Redebeitrag gegen Repression von uns und dem Kommunistischen Aufbau verdeutlichte den Zusammenhalt und Widerstand gegen die repressiven Umstände in unserer Stadt. Beendet wurde die Zwischenkundgebung mit einer kurzen Rede gegen Krieg und Aufrüstung, an deren Ende ein symbolischer Panzer von roten Fahnen zerstört wurde.
An der Haltestelle Berliner Allee wurde die Demo dann vorzeitig, aber selbstbestimmt aufgelöst. Die dadurch bei den Cops entstandenen Verwirrung wurde geschickt für eine selbstbestimmte Abreise genutzt, welche mit ca. 100 Personen ohne Bullenbegleitung bis zum IKZ für ein gemeinsamen Ausklingen des Tages laufen konnte.
Kraftvoll und mit Pyro untermalt war die Abreise ein gelungener Abschluss unseres proletarischen Kampftages.
Alles in Allem können wir von einem gelungenen 1. Mai sprechen. Nicht ohne Stolz können wir behaupten, seit nunmehr fünf Jahren den revolutionären 1. Mai in Augsburg zu organisieren, zu prägen und als Tradition zu etablieren.
Dabei ist es uns gelungen, dass die Perspektive der sozialistischen Revolution immer mehr Raum in Augsburg einnimmt und von immer mehr Jugendlichen stolz auf der Brust getragen wird.
Was dabei, evtl. auch wegen des jungen Alters, zu kurz kommt, ist die gewerkschaftliche und betriebliche Arbeit. Hier gilt es, in den nächsten Jahren einen größeren Fokus drauf zu setzen.
Für einen kämpferischen 1. Mai 2026.
Für die sozialistische Revolution.
Für den Kommunismus.
Im Anschluss an die Demonstration fand noch im Grandhotel ein 1.Mai Straßenfest mit Konzert statt.
Aus dem Aufruf:
Heraus zum revolutionären 1. Mai!Gemeinsam gegen Krieg, Krise und Repression – gemeinsam voran zur sozialistischen Revolution!Die Auswirkungen der Krisenentwicklung im Kapitalismus werden auch hierzulande immer sicht- und spürbarer. Dass mit Sparpolitik und Kürzungen in der sozialen Infrastruktur auf explodierende Armut reagiert wird um die Kreigskasse zu füllen zeigt, dass wir als arbeitende Klasse bereits vor einem Krieg für diese menschenfeindliche Politik zahlen müssen. Um dies zu rechtfertigen wird das Feindbild des „Russen“ agressiv geschürt.Der deutsche Imperialismus wittert immer mehr seine Chancen, um seine Stellung im weltweiten Konkurrenzkampf um Ressourcen und Einflusssphären zu verbessern. Das äußert sich nicht nur in massiven Senkungen der Reallöhne und Angriffen auf Errungenschaften der Arbeiter:innenbewegung, sondern wird auch im Alltag immer präsenter. Straßenbahnen und Werbetafeln sind voll mit Bundeswehrwerbung, in Zügen wimmelt es vor Soldat:innen und gleichzeitig rekrutieren Offizier:innen in immer jüngernen Schulklassen ihr Kanonenfutter. Das deutsche Militär soll „wehrhafter“, wohl eher kriegstüchtiger gemacht werden, um in Zukunft auch in direkter Außeinandersetzung deutsche Kapitalinteressen zu verteidigen. Doch bereits jetzt beteiligt sich die BRD an Kriegsvorbereitungen im Pazifik und wird immer aktivere Kriegspartei im Ukraine-Krieg.Krieg nach Außen bedeutet auch immer Krieg nach Innen!So verschärft sich die Repression gegen Linke und fortschrittliche Kräfte in den letzten Jahren immer mehr. Selbst Jahrzehnte nach der Auflösung der RAF werden die Genoss:innen aus der 3. Generation mit ganzer Härte, hohen Kosten und immenser medialer Zelebrierung gejagt. Am Fall von Daniele Klette wird, wie sie es in eigenen Worten sagt klar, dass es hier nicht um einzelne Straftaten, sondern um die „Abrechnung mit dieser Widerstandgeschichte“ geht.
Auch die Repression gegen Palästinenser:innen und die Palästina-Solidaritätsbewegung nimmt immer heftigere Ausmaße, bis hin zur Abschiebung von Aktivist:innen an, während die BRD den Genozid in Palästina weiter aktiv unterstützt.






