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Anmerkungen zur Organisierung und Praxis für die kommenden Kampfzyklen

12 Juni 2026 — Von Bonus Tracks (source)

Colapso y Desvío

„Den Blick auf das zu richten, was anderswo geschieht, kann uns eine Atempause verschaffen, die uns Kraft und Mut gibt, wenn unser ‚Zuhause‘ düster und unerträglich wird. Denn irgendwo auf dieser Erde wird es immer Menschen geben, die sich organisieren, die es versuchen, die nicht aufgeben.” 

Manifiesto –  Los Pueblos Quieren

1. Die Aufstand und seine Formeneinsamer werfer

Trotz des Fatalismus, den unsere Gegenwart natürlich hervorrufen mag, sind Völkermorde, Vertreibung und Umweltkatastrophen nicht die einzige Seite der Zeit, in der wir leben. Die Revolten, wenn auch punktuell und – wie könnte es anders sein – widersprüchlich, machen die Fragilität des gegenwärtigen Zustands deutlich und zeigen letztlich die Möglichkeiten des Lebens und der Selbstorganisation auf, die sich in den Lücken der Ordnung und den Zwischenräumen der kapitalistischen Logik finden. Im Laufe einiger Monate, während der vorangegangenen Aufstandswelle, sowohl in China als auch in Ecuador, Chile und den Vereinigten Staaten, erprobten die verschiedenen Aufstandsbewegungen fast zeitgleich neue (oder manchmal auch nicht ganz so neue) Formen, ihren Kampf zu organisieren, miteinander in Beziehung zu treten und den Raum, den sie durchlebten, zu nutzen. Aus diesen Erfahrungen ragen verschiedene Aktionen, Gesten, Affekte und praktisches Wissen hervor, die, soweit sie sich als wirksam erwiesen, auf die gesamte Aufstandsbewegung übertragen werden sollten und so den Verlauf des Kampfes in verschiedenen Gebieten beeinflussten. Die Verbreitung des Wissens über diese Kampferfahrungen aus anderen Gebieten und über die eigenen Erfahrungen aus der Vergangenheit ist ein grundlegender Moment in der Entwicklung jedes Aufstands.

Dies gilt beispielsweise – um nur einige zu nennen – für die Sabotage von Maschinen der Rohstoffindustrie, massive Plünderungen, Schwarzfahren in der U-Bahn, das Anzünden strategischer Infrastruktur sowie die Zerstörung symbolträchtiger Denkmäler der Geschichte der herrschenden Ordnung (die „Vandalismusakte“ an Statuen kolonialer Persönlichkeiten und das Anzünden der Kirche der Carabineros). Aber auch die Suppenküchen, die Barrikaden, Erste-Hilfe-Gruppen, selbstorganisierte Versammlungen und die praktische Solidarität mit politischen Gefangenen sowie andere Formen aktiver Solidarität, die darauf abzielen, uns im Alltag zu stützen. Jede Aktion, sei sie defensiv oder offensiv, wird im Arsenal proletarischer Strategien und Taktiken (im weitesten Sinne) verzeichnet. Der Übergang von einem Kampfzyklus zum nächsten ist meist dadurch gekennzeichnet, wie die verschiedenen praktischen und organisatorischen Formen, die die Aufstände der Vergangenheit prägten, aufgegeben und/oder an die Gegenwart angepasst werden. Der Erfolg dieser Anpassung zeigt sich in dem Maße, in dem die Revolte in der Lage ist, das Potenzial bestimmter Praktiken weiterzuentwickeln oder sie durch ihre Metamorphosen und Anpassungsprozesse aufrechtzuerhalten.

Ein aktuelles Beispiel für diese Entwicklung könnte der Übergang vom Niederbrennen der Polizeiwache in Minneapolis [1] (2020) zum Niederbrennen des Parlaments in Nepal (2025) sein. Wir möchten klarstellen, dass wir damit weder eine Verherrlichung der Pyromanie meinen, noch dass die Demonstranten, die im vergangenen Jahr das Parlament in Brand gesteckt haben, die Praktiken des schwarzen amerikanischen Proletariats studiert hätten, sondern dass ihr Motiv eine praktische Intuition war, die spontane Gewalt auf die Machtzentren lenkt. Eine spontane Form der „Organisation des Chaos jenseits jeglicher Kontrollmaßnahmen“ [2], so paradox das auch klingen mag.  Wir wissen, dass es nicht ausreicht, ein paar Gebäude anzuzünden, um die Revolution zu machen; es geht darum, einen Zustand der Unregierbarkeit herbeizuführen, in dem die Ordnung nicht einfach wiederhergestellt werden kann, in dem die Institutionen überfordert sind und keine Antwort geben können und ihre Begrenzungen und Ineffizienz offenbaren. Gleichzeitig liefert die Eindämmung des Aufstands in Nepal einige wichtige Erkenntnisse darüber, wie Macht durch die Anpassung an digitale Technologien wiederhergestellt werden kann (wir beziehen uns auf die Wahl der ersten interimistischen Premierministerin über Discord im Oktober 2025).

Andererseits zeigt dies auch, dass die Entwicklung des offensiven Kampfes nicht vom defensiven Kampf getrennt werden kann, nicht davon, den Raum zu beleben, in dem gekämpft wird, und nicht davon, Selbstversorgung und Gegenlogistik ebenso zu berücksichtigen wie die Taktiken des Straßenkampfes. Seit einiger Zeit sind es die Aufstände, die Besetzungen von Plätzen und Universitäten und vor allem die ZAD (aus dem Französischen: zone à défendre) sowie der Kampf der indigenen Völker die Kontexte, in denen die notwendigen Infrastrukturen entstehen, um den Kampf langfristig aufrechtzuerhalten und alternative oder gegensätzliche Formen der Beziehung untereinander und zum Territorium zu entwickeln, die sich von den von der kapitalistischen Gesellschaft geförderten unterscheiden (Wettbewerb, Individualismus, Vertikalität, Geschwindigkeit und Fortschritt).

Die bisher aufgeführten Formen der Praxis und Organisierung dürfen jedoch nicht so verstanden werden, als schließen sie sich gegenseitig aus. Auch nicht als unveränderliches Modell, das sich nicht an die vielfältigen und widersprüchlichen Kontexte anpasst, die den Ausbruch einer Revolte als Praxis der sozialen Selbsttransformation ermöglichen. Letztendlich geht es bei der Revolution nicht nur um die eingesetzten Mittel, sondern um ihren Inhalt. Nur durch den Kampf selbst werden sich vielmehr die für diese Kontexte geeigneten praktischen und organisatorischen Formen herauskristallisieren. Und es ist Aufgabe der Revolte, in der Lage zu sein, mögliche Handlungswege ausgehend von der gegenwärtigen Situation und den aus früheren Kampfzyklen gewonnenen Erkenntnissen zu identifizieren. Sei es in Situationen, die wir selbst herbeiführen können, vor allem aber in den Gelegenheiten, die sich unangekündigt ergeben. Anders ausgedrückt: Man muss sich politisch auf das Unvorhersehbare vorbereiten. Historisch gesehen fanden „revolutionäre Situationen“ in Kontexten statt, die sie unmöglich erscheinen ließen. Das Ende der kapitalistischen Normalität wird innerhalb ihrer eigenen Normalität immer unwahrscheinlich erscheinen, bis etwas in sie einbricht und die Revolution wieder zu einer materiellen Möglichkeit wird.

Der Aufstand an sich ist in der Lage, Zukunftsvisionen (oder vielmehr die Möglichkeit einer Zukunft) zu entwerfen, die zuvor durch die sprachlose Gewalt und das existenzielle Elend, die die Normalität des Kapitalismus ausmachen, blockiert waren. Für diejenigen, die sie erleben, führt das Eintauchen in die Aufbruchstimmung der Revolte und insbesondere in die daraus entstehenden keimenden Formen postkapitalistischer Organisation zu einer Klarheit im Verständnis der Dinge, die außerhalb des Ereignisses, das der Aufstand darstellt, nicht erreicht werden kann. Es handelt sich nicht nur um eine Aussetzung der historischen Zeit im Sinne von Furio Jesi, sondern um einen ersten Moment einer Art „therapeutischen Prozesses“ [3] gegen den kapitalistischen Realismus, in dem sich die Vorstellungskraft und die Lust beginnen, sich von ihren Fesseln zu befreien. Die Revolte ermöglicht es uns, andere Formen des Miteinanders, der Fürsorge und des Wohnens zu denken und zu gestalten, als Versuche einer neuen Gemeinschaft; einer realen Gemeinschaft.

Die verschiedenen Kampfzyklen dieses Jahrhunderts tendierten jedoch dazu, sich aufzulösen, noch bevor die von der Revolte projizierten Zukunftsvisionen verwirklicht werden konnten. Dies ist keine willkürliche Situation, sondern sie definiert die historischen Grenzen der zeitgenössischen Kampfformen. Diese Problematik lässt sich als Hindernis auf dem Weg zu einem Punkt verstehen, an dem es kein Zurück mehr gibt. Insofern der Aufstand nicht in der Lage ist, die Bedrohungen durch die Partei der Ordnung zu überwinden, vor allem aber auf die Existenzbedürfnisse der Bevölkerung einzugehen, wird seine Niederlage fatal sein. Diese Bedrohungen äußern sich nicht nur in direkter Konfrontation, sei es mit der Polizei und/oder der Armee, sondern zeigen sich gleichzeitig in der Abschwächung des Aufstands durch den linken Flügel der Bourgeoisie. Die Gefahr, die von der institutionellen Ablenkung der Revolte und den Zugeständnissen an die Regierungsparteien ausgeht, besteht darin, dass sie auch als Bedrohung aus dem Inneren der Revolte auftritt. Durch die reformistischen Sektoren wird die Bewegung von innen heraus ausgehöhlt; von ihnen ausgehend werden demokratische Auswege aus der Krise legitimiert. (Wie Mario Tronti zu Recht sagte: „Die Arbeiterklasse wurde nicht vom Kapitalismus besiegt, sondern von der Demokratie, vom Bürger.“)

Die gezielte Etablierung der Verfassung als Ziel des chilenischen sozialen Aufstands und später einer Mitte-Links-Regierung erforderte beide Formen der Abschwächung: eine Intervention von außen und einen Verrat von innen. Die Aufrechterhaltung der demokratischen Ordnung hängt nicht nur mit der Stärke des Feindes zusammen, sondern auch mit einer mangelnden Reife der Revolte, die unfähig war, vollständig mit der Demokratie zu brechen, und sich von den Nebelkerzen und Fiktionen eines Progressivismus mitreißen ließ, der die Bewegung bereits an die Parteien des Monopols der kapitalistischen Ordnung verkauft hatte. Ausgehend von der Kriminalisierung der aufständischen Sektoren durch den linken Flügel der Partei der Ordnung und deren Verfolgung musste sich die Erzählung des konservativen Flügels (die im Übrigen die derzeit vorherrschende Erzählung ist) nur auf die gesamte Bewegung ausweiten (als „krimineller Ausbruch“), wobei der Begriff des Kriminellen über die Anarchisten und das Mapuche-Volk hinaus auf jeden auch nur minimal disruptiven linken Sektor ausgedehnt wurde [4]. 

Der Sieg über die Partei der Ordnung vollzieht sich jedoch nicht allein durch den Sturz des jeweiligen Regimes. Die Berichte aus Ägypten, Tunesien, dem Libanon und Sri Lanka von den Genoss*innen von „Los Pueblos Quieren“ machen dies deutlich: „Aufständische überall haben die Lektion gelernt, dass der Austausch einer Regierung oder einer Verfassung nicht gleichbedeutend ist mit einer Bedrohung der Macht. Die sozialen Aufstände haben es nicht geschafft, das System im Kern anzugreifen.“ Der wahre Punkt ohne „Rückkehr“ ist nicht der Sturz der Regierung, sondern die embryonale Erzeugung des Kommunismus durch die praktische Negation der sozialen Beziehungen, die das Kapital ausmachen. Andernfalls wird der Staat, den wir für abgeschafft hielten, dort wieder auftauchen, wo wir ihn verschwunden glaubten.
 
2. Was nach dem Aufstand bleibtschottern polizei nass

Die Unterbrechung der Kampfzyklen und die dadurch entstehenden unerfüllten Sehnsüchte ermöglichen eine reaktionäre Verzerrung der Motive und Merkmale der Revolte, wodurch deren Verständnis so manipuliert werden kann, dass sie zu einem Ereignis wird, das sich völlig von dem unterscheidet, wie es damals erlebt wurde. Eine Art historischer Revisionismus der eigenen Erfahrung, der dazu führt, dass Menschen, die in gewissem Maße an der Revolte teilgenommen haben, diese letztendlich ablehnen. Der unerfüllte gesellschaftliche Wunsch, den das Ende der Revolte hinterlassen hat, kann perfekt als Treibstoff für reaktionäre Politik aller Art instrumentalisiert werden und so zu einer konservativen Umkehrung desselben führen. Vom sozialen Aufstand zum „kriminellen Aufstand“; das heißt, vom strukturellen Wandel zur Bekräftigung der Ordnung.

Im Gegensatz zu der therapeutischen Erfahrung, die das Eintauchen in den Aufstand hervorrufen kann, wirkt dessen Scheitern und damit die Wiederherstellung der kapitalistischen Normalität deprimierend. Während in der Revolte ein Prozess der psychologischen Enthemmung entsteht, führt die Rückkehr zu den psychosozialen und physischen Leiden, deren Ursachen durch die Revolte durchbrochen worden waren, letztendlich dazu, dass das entfremdende Erleben des Leidens als „psychische und körperliche Reaktion auf die abstrakte Ausbeutung, der wir ausgesetzt sind“[5], noch verstärkt wird. Alles, was während der Unterbrechung des Status quo an Bedeutung verloren hatte – wie Arbeit, familiärer Druck und finanzielle Zwänge –, gewinnt wieder an Bedeutung. Und es kehrt zurück als traumatische Last, als Sackgasse, als Ernüchterung und Hoffnungslosigkeit gegenüber jenem anderen Leben, das für einen kurzen Moment möglich war.

In diesem Zusammenhang erscheinen charismatische Persönlichkeiten, das Versprechen sozialer Rache, die Wiederbelebung des patriarchalischen Mythos des Nationalstaats und die Bekräftigung bürgerlicher Werte (Wettbewerb, Individualismus usw.) nicht nur als einfacher Ausweg aus der Depression, sondern auch als Mittel, um die einst erlebte gesellschaftliche Euphorie künstlich wiederherzustellen. Bifo Berardi beschreibt dies als „eine amphetaminartige Form der Therapie von Leid und Einsamkeit, die stets und systematisch zu einer Vervielfachung der Gewalt und zu suizidalen Dynamiken führt“ [6].

In dem Maße, wie die Normalität wiederhergestellt wird, bleibt kein Raum für die aus dem Ereignis gewonnenen Erkenntnisse und die persönliche Wandlung, die gerade stattfand; sie wird durch die Wiederherstellung des Status quo negiert und entwertet. Dies wird durch die Auswirkungen des Sieges der Partei der Ordnung nur noch verschlimmert: Verfolgung, Exil und politische Kerkerhaft für einen selbst oder die Genoss*innen, mit denen man sich mit Leib und Seele dem Kampf und dem Aufbau neuer Beziehungsformen verschrieben hatte. In der chilenischen Erfahrung spiegelt sich dies in den Selbstmordfällen unter Opfern von Augenverletzungen und ehemaligen politischen Gefangenen wider, die sich nach dem Aufstand nicht in der Lage sahen, wieder in das Arbeits- und Familienleben zurückzufinden [7]. Wie Tiqqun treffend feststellt: „Die Manifestation des Kapitalismus in unserem Leben ist die Traurigkeit“.

3. Organisierung ohne Revolution

„Keine Kraft wird es allein schaffen, einen gemeinsamen Plan zu entwerfen und ihn mit Leben zu erfüllen. Uns als Teil einer Bewegung zu verstehen, die über uns hinausgeht, und nicht als eine Organisation oder einen sektiererischen Block, der über alles verteidigt werden muss, bedeutet, komplementär und nicht konkurrierend zu handeln und zu denken. Die Kraft einer gemeinsamen Bewegung liegt darin, jene taktischen Kombinationen zu finden, die sich am besten an die verschiedenen gelebten Situationen anpassen.“

Manifiesto – Los Pueblos Quieren

Das abrupte Ende der Kampfzyklen – also das vorzeitige Scheitern der Aufstände – hinterlässt ein unerfülltes gesellschaftliches Verlangen, das von keinem organisatorischen Raum, der fortbesteht oder während der Rückzugsphase entstanden ist, vollständig erfasst werden kann. Unabhängig davon, ob militante Organisationen in der Lage sind, Repression und Demobilisierung zu überstehen, sind sie niemals aus eigener Kraft in der Lage, die Gesamtheit des allgemeinen Wunsches nach einer radikalen Neugestaltung der Welt zu repräsentieren, da sie weder die Revolte noch ihre aufständischen Momente vollständig repräsentieren, sondern nur einen Teil davon, der sich der Zerstreuung widersetzt. 

Die Kampfzyklen dieses Jahrhunderts werden nie von einer bestimmten Organisation verkörpert, sondern zeichnen sich durch eine unterschwellige, dezentrale und führerlose Spontaneität aus; durch ein äußerst vielfältiges organisatorisches Ökosystem, das im Verlauf des Aufstands bereichert wird. Auch wenn sich bestimmte Organisationen im Kampf aufgrund ihrer theoretischen Klarheit und/oder einer besseren taktischen Vorbereitung natürlich hervorheben, lassen sie sich nicht als klassische revolutionäre Avantgarde beschreiben. In den Aufständen in Chile, Kolumbien und Ecuador (um nur einige Beispiele zu nennen) führten die aus dem Kampf selbst resultierenden Notwendigkeiten zur Schaffung verschiedener, mehr oder weniger komplexer Organisationsformen und zur Erneuerung bereits bestehender Organisationen. Der Sieg der Konterrevolution (in diesen Fällen durch den Reformismus repräsentiert) und die daraus resultierende Wiederherstellung der Fragmentierung des Lebens haben jedoch stets die teilweise Zerstörung des sozialen Gefüges zur Folge, das die Entstehung dieser Organisationen ermöglicht hatte. Auf diese Weise werden sie auf einen Zustand des marginalen Überlebens reduziert, gleich archäologischen Überresten der revolutionären Situationen, die sie hervorgebracht haben. 

Diese überlebenden Organisationen können potenziell zu einem Zufluchtsort für Gruppen und Einzelpersonen werden, die sich nach der Niederschlagung der Aufstände der Repression widersetzen wollen. Vor allem aber dienen sie dem Fortbestand des revolutionären Projekts an sich – als Raum, in dem es gelingt, einige der wertvollen kollektiven Erfahrungen aus dem Kampfzyklus fragmentarisch und vorübergehend wiederzubeleben. Durch den Austausch von theoretischem und praktischem Wissen, Techniken der Selbstfürsorge und Erfahrungen aus dem Partisanenkampf, durch Solidarität mit politischen Gefangenen und mit Genoss*innen, die von der Repression verfolgt werden, durch die Analyse des Kampfzyklus und die taktische Vorbereitung sowohl auf die gegenrevolutionäre Situation als auch auf die folgenden Zyklen. 

Wahrscheinlich sind die gesammelten Erkenntnisse aus verschiedenen Aufständen und konjunkturellen Kämpfen erforderlich, damit die breite Masse der revolutionären Bewegung die notwendigen Voraussetzungen schafft, um nicht erneut besiegt zu werden. Die Umstände, die sich aus der gegenwärtigen Phase des Kapitalismus ergeben (Kriege, Zerstörung der Natur, Polykrisen usw.), lassen uns jedoch nicht genügend Zeit, um auf einen langen historischen Prozess des Lernens, der Anstrengungen und der Opfer zu warten. Ganz im Gegenteil, es ist keineswegs sicher, dass dieser Prozess linear verläuft. Daher besteht die Aufgabe dieser Organisationen nicht nur darin, eine Vorbereitung auf künftige Kampfzyklen zu leisten [8], sondern vor allem darin, das Eintreten dieser Zyklen durch proaktives Handeln unter ungünstigen historischen Bedingungen zu beschleunigen.

Ihr Streben nach langfristigem Überleben und Relevanz kann sie jedoch dazu veranlassen, klassenübergreifende Praktiken anzunehmen, um die Folgen der Zersplitterung des Proletariats auszugleichen, während sich ihre marginale Stellung zu ihrer Identität wandelt. Unabhängig davon, ob sie in der Lage sind, große Mitgliederzahlen zu halten oder nicht, führt die durch die Niederlage hervorgerufene Verunsicherung, ja sogar der Verlust der Gewissheit der Revolution dazu, dass sich ihre Praxis ausschließlich auf Aktivismus beschränkt und sie sich mit rein performativen Aktionen begnügen, die sich wie ein Ritual wiederholen. Angesichts der konterrevolutionären Entwicklung der Organisationen selbst ist die Selbstauflösung eine der letzten Handlungen, die mit dem revolutionären Projekt im Einklang stehen. Das lehrt uns das Ende der Situationistischen Internationale im Jahr 1972 durch die Hand ihres Gründers und wichtigsten Referenzpunkts, Guy Debord. 

Ob die überlebenden Organisationen zu einem operativen Organ der Partei der Ordnung werden oder im Gegenteil zu einem Werkzeug, durch das „das Wesentliche des zentralen Erbes des kommunistischen Projekts bewahrt und an die nachfolgenden Generationen weitergegeben wird, wenn auch nur in abgeschwächter und verfälschter Form“ [9], hängt ganz davon ab, ob ihre Praxis unter ungünstigen historischen Bedingungen dem Geist des Kampfzyklus treu bleibt, der sie hervorgebracht hat [10]. Die Verwandlung bestimmter revolutionärer Organisationen in eine leere Hülle bedeutet nicht zwangsläufig das Verschwinden des Geflechts aus Techniken, Erfahrungen und theoretischem Wissen dieser Organisation. In den meisten Fällen wird dieses Geflecht in kleinen pro-revolutionären Strömungen erhalten bleiben, die innerhalb der Organisation fortbestehen, oder es wird aus dieser herauswandern, indem ihre klarsichtigsten Mitglieder zu anderen Gruppen überwechseln. Letzteres ist der Fall beim Anarchismus, der nach der Erfahrung der Pariser Kommune und dem Umschwung des offiziellen Marxismus hin zum Parlamentarismus und zur Sozialdemokratie teilweise das Überleben des revolutionären Projekts verkörperte. Wie Jean-Yves Bériou (ehemaliges Mitglied der Zeitschrift Négation) feststellt: „Der Anarchismus war in dieser konterrevolutionären Periode der Zufluchtsort für ‚kommunistische‘ Menschen und Ideen“ [11].

Über das Racket und seine Überwindung

Diese Situation, in der die konservative Konjunktur das revolutionäre Engagement der überlebenden Organisationen und Individuen auf die Probe stellt, begünstigt die Umwandlung der Organisation in ein Racket. Dieser Begriff stammt aus dem Englischen und wurde ursprünglich verwendet, um kriminelle Organisationen zu bezeichnen, die am Rande der Legalität existieren und sich der Erpressung und Nötigung bedienen, um Gewinne zu erzielen (das offensichtlichste Beispiel ist die Cosa Nostra). Für Jacques Camatte hingegen bezieht sich der Begriff des politischen Rackets auf instabile Organisationen, die aus Fanatikern bestehen, die ihre Individualität aufgeben, um Teil einer falschen Gemeinschaft zu werden, die die Organisation des Staates im Kleinen nachbildet. Wir können diese Organisationen in zwei typische Modelle unterscheiden, die trotz ihrer ästhetischen Unterschiede „denselben Prototyp der tatsächlichen und notwendigen Funktionsweise jeder ‚Organisation‘ im Rahmen der bestehenden Gesellschaft verkörpern” [12]. 

Erstens. Die formale Organisation, die um Machtanteile innerhalb der Institutionen ringt, was sich in der Regel in einer minoritären und instabilen Präsenz innerhalb oder im Umfeld der neuen Regierung – oder der Verfassungsgebenden Versammlung, sofern es eine solche gibt – niederschlägt. Sie fungiert als eine Art Interessengruppe, deren Ziel es ist, ein Mindestmaß an Verbesserungen für den sozialen Sektor, den sie vertritt, zu sichern. Das revolutionäre Projekt wird durch ein pazifistisches, schrittweises, demokratisches und reformistisches politisches Programm ersetzt.

Zweitens. Informelle Gruppierungen, kleine Gruppen, die miteinander um Anhänger konkurrieren. Sie widmen sich der Konspiration und der Verbreitung der Ideen des jeweiligen Lagers, das sie vertreten (oder zu vertreten vorgeben). Sie sind nicht in die institutionellen Strukturen eingebunden und stehen diesen mehr oder weniger kritisch gegenüber. Je nach ihrer Praxis und ihrem Diskurs können sie ausdrücklich verboten sein oder auch nicht. Sie neigen dazu, die ideologische Reinheit ihrer Mitglieder zu verteidigen, was zu gewaltsamen Säuberungen und Spaltungen führt und dabei weitere Sekten hervorbringt. Die Unterdrückung innerer Minderheitenströmungen ist unerlässlich, um den ideologischen Purismus und die militante Disziplin der Sekte zu wahren [13].

Beide sektiererischen Formen erfüllen – ob formell oder informell – Funktionen bei der sozialen und wirtschaftlichen Regulierung der kapitalistischen Gesellschaft. Angesichts des Ausbruchs neuer Aufstände spielen sie dieselbe reaktionäre Rolle als Bremse für diese.

Die erste: Indem sie nun die Ordnung bekräftigt, um die im demokratischen Spiel erzielten minimalen Fortschritte zu schützen, wird sie den Aufstand als Bedrohung für ihre Interessen ansehen. Das Eingreifen dieser Organisationen in den Kampf beschränkt sich auf Versuche, ihn in Richtung Gesetzgebung und Wahlkampf zu lenken. Zu diesem Zweck werden sie versuchen, die Bewegung in friedliche Proteste und diejenigen, die den sozialen Frieden stören, zu spalten. Ihr Pazifismus und ihre moralische Kritik an den aufständischen Mitteln werden sich bald in eine mehr oder weniger aktive Zusammenarbeit mit den repressiven Staatsapparaten niederschlagen, sei es durch die Weitergabe persönlicher Daten der Demonstranten oder sogar durch eigenes Handeln als eine Art Schlägertruppe, die die bürgerliche Ordnung schützen will. 

Im zweiten Fall hingegen zerfällt sie in eine Vielzahl reaktionärer Splittergruppen, was durch die Zersplitterung des gesellschaftlichen Lebens vorangetrieben wird. Da sie nicht in der Lage sind, sich langfristig als „revolutionäre Organisation“ zu behaupten, übernehmen sie die kapitalistischen Verwaltungslogiken, die nun zu einer militanten Doktrin erhoben wurden. Je länger sie als marginale Einheit bestehen bleiben, desto weniger werden ihre revolutionären Methoden und ihre militanten Analysen, die im Allgemeinen unveränderlich sind, den Bedingungen der gegenwärtigen Kämpfe entsprechen. Die Potenziale der Revolte bleiben ihr verborgen, stattdessen behaupten sie statische Modelle und veraltete praktische Formen. Ihre Losgelöstheit von der aktuellen Lage führt dazu, dass sie sich während der Aufstände am Rande halten. Und sollten sie eingreifen, so werden sie versuchen, mittels ihrer politischen „Kader“ und professionellen Revolutionäre eine mechanistische Vorstellung davon durchzusetzen, wie die Revolution (oder der Aufstand, falls sie den ersten Begriff ablehnen) auszusehen hat.

Die gravierendste Form dieser Art von Racket sind jedoch die bewaffneten Organisationen, die die Kampfzyklen überlebt haben. Da sie nicht in der Lage sind, sich wieder in den Alltag zu integrieren, verfällt ihr Handeln in eine nihilistische Spirale der Selbstzerstörung. Ihre Fortdauer birgt die Gefahr, neue Generationen in diese selbstzerstörerische Praxis ohne revolutionäres Projekt hineinzuziehen und offen reaktionäre Handlungen zu begehen, die sich gegen die breite Bevölkerung richten: Bombenanschläge auf öffentliche Verkehrsmittel, Schießereien oder der Einsatz des Drogenhandels zur Selbstfinanzierung. Die Loslösung vom historischen Moment, das Scheitern des Kampfzyklus und ihre Verehrung illegaler Kampfformen sind die perfekten Zutaten, um sie zu dem zu machen, was Ben Morea als „Pancho-Villa-Syndrom“ bezeichnet hat:

„Genossen, die zwar ‚bewaffnet und bereit zu sterben‘ sind, denen aber eine Perspektive für den Wandel fehlt, laufen Gefahr, sich in sich selbst zurückzuziehen: ‚besessen von ihrer eigenen Mythologie‘, unfähig, sich wieder in den Alltag zu integrieren, verbringen sie ihre Tage mit selbstzerstörerischen Ritualen aus Stolz und Wut, bis sie schließlich vergehen“ [14].

Das Problem des „Rackets“ 15] ist vielleicht die wichtigste Herausforderung, vor der die Organisierung steht. Dies verschärft sich in Zeiten wie der unseren, in denen die Niederlage noch frisch in Erinnerung ist, bis zu dem Punkt, an dem das Fortbestehen der Organisationen kontraproduktiv erscheint. Die Organisierung kann nicht nur das revolutionäre Projekt an neue Generationen weitergeben, sondern auch die Form des Rackets fortsetzen, indem sie den Neuzugängen den ideologischen Purismus, den Sektierertum und die Laster früherer Generationen vererbt. Es sind jedoch genau diese ungünstigen Bedingungen, die die Notwendigkeit der Organisierung begründen, „Netzwerke zu schaffen, die zukünftige Aufstände mit einer angemessenen Logistik ausstatten, um Situationen der Repression und des Exils sowie der Eskalation der Kämpfe zu begegnen“ [16].  

Der Ausbruch der Revolte wirkt sich in der Regel auf zwei verschiedene Arten auf die bereits bestehenden Organisationen aus. Einerseits als Erneuerung der Organisationen durch die Integration neuer, im Verlauf des Kampfzyklus politisierter Mitglieder und die Reaktivierung der Untergrundnetzwerke, die die verschiedenen Organisationsformen auf umfassendere und komplexere Weise miteinander verbinden (Phil. A. Neel nennt dies „Metaorganisation“). Andererseits hingegen in Form eines radikalen Bruchs mit den Organisationen, die historisch gesehen als Bremse für die Revolution gewirkt haben. Letzteres ist bei den Rackets der Fall. Die kommunistische Praxis muss die sektiererischen Organisationsformen begraben, um an ihrer Stelle Formen zu begründen, die den Bedingungen und Erfordernissen der praktischen Negation des Kapitalismus in seiner gegenwärtigen Phase und der Vorwegnahme der kommunistischen Gesellschaft auf dieser Grundlage entsprechen. In diesem Zusammenhang werden Bündnisse zwischen den verschiedenen Sekten als eine von ihnen selbst (oder einem Teil von ihnen) entwickelte Lösung für dieses Problem erscheinen, doch diese „Einheitsfront“ beseitigt das Racket nicht an sich, sondern bindet es in einer vollendeteren Form ein. „Die wirkliche Neuformierung [der revolutionären Minderheiten] ist unerlässlich, darf aber keine bloße Verschmelzung der bestehenden Organisationen sein. Unter den neuen Bedingungen ist eine Überprüfung der Kampfformen notwendig“ [17]. Hinter Diskursen über abstrakte und klassenübergreifende Einheit (das Volk, die Massen, die Unterdrückten usw.) verbergen sich sowohl die Praxis des Rackets als auch dessen Übernahme der kapitalistischen Logik der Steuerung des Lebens. 

Es geht nicht nur darum, dass die revolutionären Minderheiten, aus denen sich der globale Aufstand zusammensetzt, sektiererische Praktiken ablehnen, sondern um einen Bruch mit deren Inhalt. Die Abschaffung des Rackets als Machtstruktur erfolgt durch die Umsetzung der revolutionären Organisierung im weitesten und reinsten Sinne; sie ist die Zerstörung der sozialen Determinanten, die das Racket als solches konstituieren und die Regeneration des kapitalistisch-patriarchalen Systems auf dessen Grundlage ermöglichen.

Im Herbst 2026

Anmerkungen

[1] In Bezug auf den Brand der 3. Polizeistation von Minneapolis im Jahr 2020 hat Jasper Bernes diesen als „eine nachahmbare Aktion, sowohl als Schlachtruf als auch als Handlung an sich, als einen Akt, der zu weiteren Taten aufrief, zu seiner aufständischen Wiederholung“ bezeichnet. Was viel über den aufständischen Nutzen der Praxis der Brandstiftung im Kontext von Revoltenzyklen aussagt. – J. Bernes, Inquiry and Organization after the George Floyd Uprising, Ill Will, April 2025. 

[2]  In: I. Robinson, Schriften aus dem Ödland, 2025.

[3]  Unter therapeutischem Prozess verstehen wir das von Josep Rafanell i Orra entwickelte Konzept: „Die therapeutische Behandlung ist die Fürsorge, die nicht Subjekten, sondern Beziehungen zuteilwird. Die Gemeinschaft ist eine unendliche therapeutische Behandlung. Die Therapie ist die Offenbarung von Fragmenten von Gemeinschaften, ihres neuen Zusammenwachsens.“ – J. Rafanell i Orra, Neue Figuren des Partisanen, Artillería Inmanente, Mai 2021.

[4] Dies kam in dem Paket repressiver Gesetze der Regierung Boric zum Ausdruck, die genau darauf abzielten, soziale Mobilisierungen zu unterdrücken. Die wichtigsten davon sind das Gesetz gegen Besetzungen und das Naín-Retamal-Gesetz, das den repressiven Polizeiapparat schützt, indem es die Strafen für Straftaten gegen die Polizei verschärft und den Einsatz von Waffen im Dienst als „privilegierte Notwehr“ festlegt.

[5]  Zusammenbruch und Abkehr, Abhandlung für die aufständische Jugend – Hrsg. Sapos y Culebras, 2023. 

[6]  Andrés Timón und Lucía Rosique, Bifo: „Die Menschheit hat verloren. Jetzt geht es darum, wie man aussteigt.“ Interview, Zona de Estrategia, Februar 2026.

[7] Auch wenn es nicht der jüngste Fall ist, sticht der Fall von Jorge Salvo hervor, der sich im Juni 2023 das Leben nahm. Zuvor schilderte er sein Leben nach den sozialen Unruhen wie folgt: „Ich konnte nicht mehr arbeiten, verlor meine Mietwohnung und musste zurück zu meiner Mutter ziehen. Ich war das ganze Jahr über arbeitslos (…) Ich fand keine Arbeit, man sah mich ohne Auge, und wenn ich die Prothese aufsetzte, fragten sie mich auch danach, und wenn ich sagte: ‚Wissen Sie, ich sehe auf dieser Seite des Auges nichts‘, ließen sie mich einfach nicht gewähren.”

[8] Ein Großteil dieser Vorbereitungen besteht darin, einfallsreiche und wirksame Formen des kollektiven Handelns zu entwickeln und zu erproben: Taktiken ernsthaft und unter ungünstigen Bedingungen zu durchdenken. Und auch Mittel zu schaffen, durch die verschiedene Organisationsformen und -ebenen miteinander verbunden werden können, ohne miteinander zu konkurrieren oder aneinandergeraten (d. h. Formen zu erproben, wie eine Organisierung im weitesten Sinne funktionieren würde).

[9]  J-Yves Bériou -Revolutionäre Theorie und historische Zyklen, Lazo Ediciones, S. 45

[10]  In Bezug auf diese Treue argumentiert Phil Neel, dass eine Beschränkung auf die unkritische Verteidigung tatsächlicher Errungenschaften für die Arbeiterklasse letztendlich dazu führt, dass die Organisationen ihre Treue zum kommunistischen Projekt verlieren. Denn diese Kämpfe um die materiellen Lebensbedingungen bergen Widersprüche, die, wenn sie nicht überwunden werden, zur Unterstützung reaktionärer Maßnahmen wie der Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen oder der rassistischen Ablehnung ausländischer Arbeitskräfte führen. „Der revolutionäre Elan jedes Kampfes verblutet durch die tausend kleinen Schnitte des Kompromisses.“ P. A. Neel, Theorie der Partei, Ill Will, September 2025. Deutsch auf Bonustracks:
bonustracks2.noblogs.org

[11]  J-Yves Bériou, ebenda.

[12]  F. Corriente, Jacques Camatte und das fehlende Glied der zeitgenössischen Gesellschaftskritik, dndf, Mai 2014.

[13]  Ein Extremfall dieser Säuberungen war der Bruderkampf (Uchigeba) zwischen den sektiererischen Organisationen der japanischen Studentenbewegung, der zur Ermordung von mehr als 100 Mitgliedern führte. Eines der bekanntesten Ereignisse dieses Krieges ereignete sich 1971, als die ‘Vereinigte Rote Armee’ vierzehn ihrer Mitglieder während der militärischen Ausbildung im Rahmen eines disziplinarischen Verhörs ermordete. Siehe: H. Abe, Fragmentierung, Zentralisierung und Bürgerkrieg in der japanischen Ultra-Linken, Ill Will, Juni 2025.

[14] B. Morea, Das Pancho-Villa-Syndrom, Ill Will, 2025.
[15] Für eine Analyse der typischen Organisationsformen der Linken empfehlen wir die Lektüre von: Grupo de Investigación Revolucionaria Intercomunalista, „Punta de lanza“, Radar journal, 2026. Auch wenn darin die Frage des Rackets nicht explizit erwähnt wird, trägt der Text doch zur Debatte bei, indem er die Grenzen und Widersprüche bestimmter historischer Organisationen aufzeigt, von den Black Panthers bis zur Focus-Guerilla.

[16]  Nueva Icaria, „Die globale Revolte und ihre historischen Sackgassen“, Colapso y Desvío, Oktober 2025.

[17]  P. Mattick, „Die Massen und die Avantgarde“, Living Marxism, Band 4, Nr. 4, August 1938. 

Veröffentlicht im chilenischen Original  am 16. Mai 2026, ins Deutsche übersetzt von Bonustracks



Quelle: Bonustracks2.noblogs.org