Hannover Rüstungsmesse stinkt
27 April 2026 — Von Switch Off (source)
Diese Woche läuft die Hannover Messe mit Schwerpunkt auf KI in der Produktion, Automatisierung und Robotik und einer eigenen Halle für Rüstungsunternehmen. Unter dem Thema “Produktionstechnologie für Verteidigung” versammeln sich verschiedene Drohnenfirmen, Zulieferer und IT-Unternehmen.
Wir haben am Montag die Rede von Boris Pistorius besucht und gezaubert, dass es unaushaltbar stinkt. Wir gehen sehr sicher davon, aus dass er seine Rede nicht wie geplant zu Ende bringen konnte. Auch nachfolgende Reden auf der zentralen Bühne in Halle 25 dürften beeinträchtigt gewesen sein.
Irgendwie scheint der Kriegsminister widerlichen Gestank anzuziehen – vor Kurzem erst wurde sein Wahlkreisbüro schon mit Buttersäure besucht
Bei der Messe taucht unter anderem Siemens, die auch sonst global mit Ausbeutung und Naturzerstörung tätig sind, als Rüstungsunternehmen auf. Verschiedene Strukturen vom Fraunhofer-Institut, die schon lange im Rüstungsbereich tätig sind, werden nicht im Verteidigungsbereich aufgeführt.
Big Tech-Unternehmen wie Amazon und Microsoft sind auch vor Ort. Sie üben sich die letzten Jahre nicht nur in Faschismus, sondern auch in Militarisierung.
Generell finden sich hier die Themen, die gerade Wirtschaft und Politik begeistern: Aufrüstung und KI Umweltzerstörung und KI, Automatisierung und KI… Besonders bezeichnend fanden wir den Werbeslogan “AI-Powered by People”. Ob damit wohl die Millionen ausgebeuteten Clickworker gemeint sind?
Wir brauchen weder Aufrüstung noch technologische Bullshit-”Lösungen”. All diese Unternehmen sind nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems: Ressourcen klauen und verschwenden, unendliches Wachstum propagieren, Konkurrenz, usw.
Am Sonntag vor der Messe hat Friedrich Merz den brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva getroffen, um eine Partnerschaft der beiden Länder zu vereinbaren, von der Deutschland sich vor allem Seltene Erden erhofft.
Boris Pistorius wurde während seiner Eröffnungsrede mit Buttersäure gestört. Als Kriegsminister mit Büro in der Stadt und Verantwortlicher der DSEI-Waffenmesse nächsten März in Hannover hat er sich einfach besonders als Ziel geeignet.
Gegen den Verteidigungsmythos Gegen euren Krieg
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Rüstungsunternehmen Viscom angegriffen
27 April 2026 — Von Switch Off (source)
Bei der diesjährigen Hannover Messe gibt es eine „Defense Production Area”, in der sich neben klassischen Rüstungsunternehmen auch Zulieferer präsentieren.
Dort ist Viscom vertreten wegen seinen „Inspektionslösungen für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie”. In ihrem Vortrag erzählen sie, wie ihre KI-gestützen Inspektionssysteme „vollständige Transparenz schaffen – von der Rohstoffbeschaffung über die Montage bis hin zur Logistik und Auslieferung.”
Das Unternehmen aus Hannover-Badenstedt betreibt Tochtergesellschaften in allen möglichen Ländern und Kontinenten und ist eigentlich mit Röntgen-Geräten groß geworden. Mittlerweile mischen sie aber auch im Aufrüstungsbereich mit und sind damit ein Angriffsziel geworden.
Die Aussicht auf staatlich gestützte Gewinne in schier endlosem Ausmaß und gesteigerte gesellschaftliche Akzeptanz bringt alle möglichen Unternehmen dazu, auf den Zug der Militarisierung aufzuspringen. Aber egal ob ihr nationale Aufrüstung wollt oder Geld um jeden Preis: Irgendwann gibt es die Quittung! Wir sind nicht bereit eure Zukunftsvision von der Hightech Militarisierung einfach so zu akzeptieren. Darum haben wir uns letzte Nacht dazu entschieden, bei den Profiteuren von Krieg und Ausbeutung, hier in Form von Viscom, die Scheiben einzuschlagen und für das Personal eine Denkanregung zu hinterlassen. KRIEG BEGINNT HIER steht jetzt an eurer Fassade. Denkt mal drüber nach.
Kein Militär! Kein Staat! Kein Rüstungsapparat!







